
Mein Garten in Altmünster
Am Kollmannsberg 40 liegt mein Garten. Auf ca 700 m ü M. Zur Verfügnung gestellt vom Bauerngartenverein Altmünster. Ich bearbeite ca 20 m2 davon. Wir sind ungefähr 6 aktive Gartenfreunde, die auf diesem traumhaft gelegenen Stück Erde unsere Gartenkünste zu verwirklichen versuchen.
Ich betreibe diesen Garten seit 2021. Mein Ziel ist nicht, möglichst viel herauszuholen. Ich möchte mich einfach mit der Natur auseinander setzten. Was sind "Schädlinge", was sind "Nützlinge". Ich möchte nicht gegen die Natur kämpfen, sondern mit ihr zusammen viel erleben. Auch mit meinen "Erzfeinden", den Schnecken. Habe da schon viel gelernt. Es gibt immer wieder neue Lebewesen, die mich herausfordern. Letztes Jahr waren es die "Himbeer Wanzen". Vorher noch nie von diesen Zeitgenossen gehört. Schauen wir, ob sie auch dieses Jahr wieder hier sind.

2026
Es sieht schlimm aus im Garten. Umrandungen sind verfault, Bei einem Hochbeet fällt der Unterbau in sich zusammen und ein Hochbeet muss ich komplett entfernen. Ein Freund will mir dabei helfen.
Z.Zt. ist das aber noch nicht möglich, wir haben immer noch Schnee im Garten.


7. April 2026
Der Garten erwacht und der Blick zum Traunsee, der schlafenden Griechin ist einfach immer eine Augenweide

18. April 2026
Vor einer Woche hat ein Freund - ein guter Freund - die schwere Arbeit im Garten übernommen, d.h. er hat mir die Beete verstärkt mit neuen Brettern, er hat das eine Hochbeet repariert, dass es die nächsten 13 Jahre wieder ihrer Pflicht nachkommen kann und er hat mir noch das zweite Hochbeet angehoben, so dass es wieder fast gerade steht. Der Garten liegt am Schräghang, so habe ich mit Bergdruck zu kämpfen. Heute habe ich nun noch den Rest gemacht, d.h. gewisse Tipps von meinem Freund umgesetzt. Jetzt kann die Saison anfangen. Ein Experiment habe ich auch gestartet: Eine Wassertonne als Erdbeerturm. Bin gespannt, ob das funktioniert. Ich war am Pflanzenmarkt des Siedlerverbandes und habe mir Christrosen, Liebstöckel und noch eine Pflanze gekauft. Im Gartenmarkt habe ich dann noch den Rest gekauft. Erdbeeren, Blumenkohl, Radiesli, Geranien und noch eine Clematis. Die Versuchung war gross, auch noch die anderen Produkte zu kaufen, aber es soll ja wieder kalt werden.
Hier noch einige Bilder.....







Das Experiment mit den "waagrechten" Erdbeeren. Da bin ich mal gespannt.
Woche 17
Das Wetter war ideal um den Garten auf Vordermann zu bringen. Nun ist alles bereit um die Eisheiligen abzuwarten und dann mit Vollgas in die neue Saison. Allerdings habe ich schon etwas gewerkelt: Radiesli, Blumenkohl, Kartoffeln, Erdbeeren, diverse Blumen sind nun eingegraben, gesät und angepflanzt.

Die Kartoffeln schauen schon raus, sehr schnell waren die.....
Ein Mischbeet
Blumenkohl, Radiesli, Knoblauch, Kohlrabi, Gurken und etwas Salat im Hochbeet


Ein Schock.....
Die Ribisl sind alle W E G !!!!!!!
Ich versteh das nicht. Fast keine Beere mehr dran. Dabei sind sie doch noch alle Grasgrün.....
Nicht nur bei mir, auch bei meinen Gartenfreunden sind die Ribislsträucher leer. Die schwarzen Johannisbeeren, die Stachelbeeren, sie alle sind noch da, nur die Trübli nicht mehr......

Die Tomaten dieses Jahr in Begleitung von Tagetes, Knoblauch und Basilikum (aus Google Artikeln inspirieren lassen :-)




Nach längerer Zeit konnte ich endlich wieder in den Garten. Es hat geregnet. GsD wirklich viel und hoffentlich genügend. Es war schon sehr trocken und die Pflanzen und Bäumchen echt gestresst. Ich hoffe, es haben alle wirklich überlebt. Die Hundsrose blüht fantastisch Hagebutten im Herbst. Ich habe sie diesmal wunderbar zurück geschnitten. Die Erdbeeren im Kübel blühen tatsächlich. Die Schnecken sind natürlich zurück und haben schon fröhlich alle Tagetes abgefressen, aber gründlich, den Salat schon zwei Stück von innen her.Alle Pflanzen; wie Brokkolie, Karfiol und auch den Krautstiel wurden schon heftigst von den Schnecken attakiert. Saupack. Kirschen konnte ich 8 Stück ernten. :-) Gut waren diese ja und er (der Baum) ist noch Jung. Einen Weg habe ich ausgeebnet und hergerichtet. Ist etwas leichter zum Arbeiten. Der Liebstöckl wächst tatsächlich, dem scheint es zu passen endlich. Die Kartoffeln fangen zu blühen an und Mini Rettich konnte ich auch schon ernten. Die Tomaten bin ich mir nicht sicher, die eine kränkelt ein wenig und die Paprika wurde von den Schnecken auch schon zerstört.






Der Garten im Juni / Juli
Die Hitze ist natürlich nicht optimal für den Garten. Doch ich staune immer wieder, wie irgendwelche Tierchen den Weg zu meinem Gemüse finden. Die Blumenkohlblätter, Krautstielblätter oder Kohlrabiblätter sind total verfressen. Ich finde aber keine Raupen oder Schnecken dazu. Ich müsste mich wohl in der Nacht auf die Lauer legen. Ist mir aber zu blöde. Dann fressen sie eben mit.
Mit den Erdbeeren habe ich Pech. Sie gedeihen in der Tonne recht gut, aber die Beeren sind so was von sauer. Fast ungenießbar. Nächstes Jahr muss eine andere Sorte her.
Dafür konnte ich von den Ribiseln (Trübli) wunderbare Konfi machen. Auch Dicksaft habe ich ausprobiert. Wunderbar geworden. Die Cassismarmelade schmeckt wunderbar (schwarze Johannisbeeren) Natürlich gabs auch noch einige Gläser an Kirschenmarmelade. Herrlich. Beim Bauern waren die Bäume wieder so voll. Nächstes Jahr müsste man tatsächlich mit einer Hebebühne auch den ganz alten Hochstamm Kirschbaum bepflücken. Die süßesten Früchte fressen nur die grossen Tiere, und weil wir beide klein sind erreichen wir sie nicht

Ernteergebnisse..



Mitte August, der Traunstein in Flammen
Es ist Mitte August und seit Juni hat es nie wirklich geregnet. Alles ist braun, soweit das Auge reicht. GsD haben wir genügend Wasser zur Verfügung, damit wir unseren Garten regelmäßig gießen können. Ist nicht selbstverständlich. Unser Bauer hat eine eigene Quelle und die scheint unerschöpflich zu sein.
Einmalig ist für mich, dass es zum ersten Mal - seit acht Jahren - Sanddorn Beeren gibt (siehe Bild unten)
Der kleine "Seetaler" hat sich unter die Fetthenne versteckt, da ist es schön kühl.
Viel Gemüse ist - trotz Wasser geben, trotz Pflege - nicht optimal gewesen. Broccoli und Blumenkohl wurden die meisten Pflanzen von irgend einer Raupe vernichtet. Unter der Erde haben sich die Mäuse zum ersten Mal an den Randen, Krautstiele und dem Sellerie vergriffen. Auch die Heidelbeeren haben auf Grund der starken Trockenheit gelitten und kaum war eine Beere reif, waren die Vögel schneller als ich. Etwas japanische Weinbeeren konnte ich ernten. (wie Himbeeren). Blaubeeren und schwarze Johannisbeeren.
Vom Bauer haben wir noch "Kriecherl" bekommen. (eina Art ganz kleiner Pflaumen, so gross wie Kirschen. Ähnlich wie Reine Claude. Fantastische Marmelade gemacht.
Die Gurken kann ich auch fleißig ernten und die Tomaten sind erst am reif werden.

Wir sind schon am Ende des August
Die Weintrauben sind bald reif. Ihnen fehlen nur noch ein paar kühle Nächte um sich optimal zu entwickeln.
Die Hundsrose ist voll mit Hagebutten. Die werde ich dann erst ende September ablesen.
Gurken gibt es auch recht viele und Tomaten scheint es doch noch einiges zum Ernten zu geben. Es war ein komisches Gartenjahr. Einerseits viel zu heiss. Wasser hatten wir mehr als genug, trotzdem war es vielen Pflanzen einfach zu heiss. Sollte das so weitergehen, so muss ich mir exotischeres aussuchen, die diesem Klima gerecht wird.
Jammern wäre sicher falsch, es war mehr als genug und ich bin nicht darauf angewiesen. Also bin ich dankbar für alles was ich ernten darf.

